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DIE ENGEL

Die Engel – Boten Gottes, Freunde der Menschen. Heute bin ich mir dessen gewiss, früher habe ich nur daran geglaubt. In meinem Leben habe ich ihre Liebe und Hilfe oftmals gespürt und erfahren. Früher habe ich sie nur angebetet, sie um Hilfe gebeten und ihnen erlaubt, in meinem Leben aktiv zu werden. Manchmal spürte ich ihre Gegenwart nur, manchmal haben sie sich mir auch gezeigt. Am Wichtigsten war jedoch, dass ich schon wusste, dass sie immer bei mir sind und dass sie mir sogar dann helfen, wenn ich sie nicht direkt darum bitte, denn ich hatte begonnen, an Gott und seine Boten zu glauben – Engel, die spüren, sehen und wissen, was für menschliche Sinne unsichtbar und unhörbar ist, aber das menschliche Herz „sagt“.

Unabhängig davon lud ich sie immer wieder in mein Leben ein und bat sie um Unterstützung, sowohl zugunsten der Erde und der Menschheit, als auch in kleinen, alltäglichen Angelegenheiten. Und dann kam der Tag, an dem ich begann, auf telepathischem Wege mit ihnen zu sprechen. Ich sprach nicht nur mit den Engeln, aber auch mit den Lehrern der Liebe, denn Gott hat viele Boten. Dank dieser Gespräche und Kontakte verstand ich, dass zu bestimmten Zeiten ein bestimmter Lehrer mit uns spricht, abhängig von Bedingungen, die wir nicht unbedingt immer durchschauen.

Heute weiß ich, dass die Engel eine wichtige Rolle in meinem Leben spielten und noch spielen; ich verstand, dass uns gemeinsam viel gelingen kann, aber einzeln nur wenig. Gemeinsam sind wir für die Sache der Liebe aktiv, wir dienen und freuen uns in der Liebe. Dank der Liebe haben sich unsere Welten sehr aneinander angenähert, sie gehen ineinander über. So lerne ich, die Einheit zu verstehen und erfahre, was Einheit in Liebe bedeutet. Um die Liebe leben zu können, muss man sich mit ihr im Geist, im Herzen und im ganzen Sein vereinen. Die Engel helfen dabei auf wunderbare Weise, sie leiten uns mit Erfolg und unterstützen uns. Sie verlassen uns niemals, sie sind wahre Freunde.

Wenn wir zu den Engeln beten oder mit ihnen meditieren, überbetonen wir die Rituale zu oft. Wir sollten uns nicht zu überflüssigen Handlungen und Benutzung von Requisiten zwingen, uns nicht übermäßig auf Namen und Hierarchien konzentrieren, sondern darauf, im Herzen die Gegenwart der Himmlischen Lehrer zu spüren und uns Gott und den Engeln ganz und gar zu überlassen.

MEDITATION MIT DEN ENGELN

Mit vielen Menschen sprach ich über ihren Kontakt mit Engeln, dabei stellte ich fest, dass viele nicht wissen, wie man meditiert. Auch der christliche Glaube berücksichtigt die Möglichkeit des meditativen Gebets, darunter auch das an die Engel gerichtete Gebet. Viele Leute bringen die Meditation jedoch hauptsächlich mit der allgemein bekannten Haltung des Buddha im Lotussitz und mit dem Singen unserer Kultur fremder Mantren in Verbindung. Deshalb möchte ich denjenigen, die noch keine Meditationserfahrungen haben, eine von mir selbst erprobte einfache Form der Meditation vorstellen, die keine besonderen theoretischen oder praktischen Vorbereitungen erfordert.

Das Gebet soll uns näher an Gott heranführen und dazu bringen, die Göttlichen Eigenschaften in unserem gegenwärtigen alltäglichen Leben zu zeigen und zu leben, indem wir anstreben, hier und jetzt die Liebe zu leben. Das gesprochene Gebet (laut oder in Gedanken) ist eine Kommunikationsform, die hauptsächlich auf der Ebene des Verstandes stattfindet, wobei wir während dieses Gebets nach der Erfüllung unserer Bitten und nach dem Verstehen des Lebenssinns und dem Wesen Gottes suchen.

Jedes gesprochene Gebet lässt sich gedanklich durch die Meditation der Liebe erweitern und so auf die Ebene des Herzens führen, indem das Bewusstsein des Geistes eins wird mit dem Bewusstsein der Liebe. Die Verbindung dieser beiden Gebetsvarianten ermöglicht uns, die Liebe, die ohne Fragen und bedingungslos liebt,  kennen zu lernen, sie zu empfinden und zu verstehen. Im Laufe der Zeit kann es dazu kommen, dass wir immer weniger von der Verstandesebene aus beten und immer mehr von der Ebene des Herzens und uns ganz und gar der Liebe hingeben.

Das Wesentliche jeder Methode, auch der Einfachsten, ist das regelmäßige systematische Praktizieren nach der Regel: Eine Minute Praxis ist besser als ein Monat Theorie. Eine andere alte Wahrheit besagt, dass es besser ist, etwas kurz aber häufig zu tun, als lange und selten. Auch das sollten wir bedenken und uns bemühen, daran zu arbeiten.

Am Anfang werden wir nicht zu viel von uns verlangen. Wir sollten unsere Erwartungen nicht allzu hoch schrauben und denken, dass wir nach ein paar Meditationen schon zu einem erfahren Jogi, Sufi oder Wüstenvater werden. Solch eine überzogene Erwartung kann nur allzu schnell zu Unwillen und Unlust führen. Wir sollten vertrauen; dadurch dass wir uns im Geist der Liebe an die Arbeit gemacht und uns ein hohes Ziel gesteckt haben, werden uns unsichtbare Wesen der Liebe sofort zur Seite stehen – die Engel.

Vor dem Beginn der Meditation denken wir an die Intention der Gebete und an die Bitten, die wir Gott und den Engeln überlassen wollen. Wir sollten uns dabei nicht ausschließlich auf unsere persönlichen Probleme konzentrieren, denn dadurch würden wir unseren Egoismus stärken, denn auf diese Weise würden wir deutlich machen, dass uns nur unsere eigenen Angelegenheiten interessieren und wir viele Situationen und Probleme unbeachtet lassen, in denen wir die Engel bitten können im Namen der Liebe aktiv zu werden. Ein altes Sprichwort sagt: “Willst du deine Probleme lösen? Dann hilf anderen, ihre Probleme zu lösen und deine lösen sich von selbst.“ Unsere Probleme überlassen wir also der Liebe und gleichzeitig fragen wir Gott und die Engel, wie wir anderen helfen können.

Es ist sinnvoll, eine bestimmte Zeit für die Meditation festzulegen (z.B. fünfzehn Minuten, zwei Mal am Tag zu einer bestimmten Uhrzeit). Wir sollten unsere Familie und unsere Mitbewohner wissen lassen, dass wir uns für die Zeit des Gebets zwanzig Minuten Ruhe wünschen, in denen uns niemand stört. Es ist angebracht, einen festen Ort für unsere Meditationen einzurichten, den wir auch gestalten können, z. B. mit Kerzen, Bildern oder Blumen. Natürlich können wir auch gemeinsam in der Familie oder mit Freunden meditieren.

Nun gilt es, die für uns bequemste Meditationshaltung zu finden, in der wir unseren Körper entspannen können. Sich hinzulegen, empfehle ich allerdings nicht, denn dies bringt uns eher zum Einschlafen als zum bewussten Entspannen. Wir können uns auf einen Stuhl oder in einen Sessel setzen oder auch knien. Wir sollten uns jedoch darüber im Klaren sein, dass wir in jeder Körperhaltung beten können, diese beeinflusst das Erhören unserer Gebete nicht.

Es ist wichtig, sich zu Beginn nicht zu sehr auf den Körper zu konzentrieren, sondern mehr auf die eigentliche Intention der Gebete. Erst mit der Zeit sollten wir anfangen, anspruchsvollere Meditationshaltungen auszuprobieren, wie den Schneider- oder den Fersensitz. Ich persönlich habe Schwierigkeiten mit dem Schneidersitz, vom Lotussitz gar nicht zu sprechen, deshalb sitze ich bei der Meditation meistens auf einem Stuhl.

Wenn wir ein Gebet sprechen wollen, das wir nicht auswendig kennen, sollten wir die Texte griffbereit halten, so dass sie während der Meditation bei Bedarf jeder Zeit greifbar sind und wir sie ohne Schwierigkeiten einsehen können.

Wenn wir bereit sind, die Meditation zu beginnen, überlassen wir uns vollkommen der Liebe und den Engeln. Wir geben unserer Absicht Ausdruck, Kanal der Liebe zu sein und wenden uns an die Himmlischen Kräfte so wie es uns das Gefühl uns eingibt, z. B. „Dir Gott überlasse ich mich ganz und gar“. Dies können wir laut, in Gedanken oder auch auf der Ebene der reinen Intention ausdrücken. Zusätzlich können wir die Engel um Führung und Schutz bitten.

Sich vollkommen Gott hinzugeben, bedeutet, dass ich Gott meine Körper (auch die feinstofflichen Energiekörper), meinen Geist, mein Herz und meine Seele so überlasse, dass Er frei und ohne Einschränkungen von unserer Seite, in und durch sie in jeder Dimension und auf jeder Ebene wirken kann.

Nun bringen wir unsere Gedanken und unseren Körper bewusst zur Ruhe. Wir machen einige ruhige Atemzüge, wobei wir versuchen, uns und die Umgebung um uns herum zur Ruhe zu bringen. Während des bewussten Atemholens beten wir noch nicht, sondern wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das Zur-Ruhe- Kommen der Gedanken und Gefühle. Beim Meditieren können wir die Augen offen halten oder auch schließen. Geschlossene Augen können Ruhe und Konzentration erhöhen,  wer jedoch lieber mit geöffneten Augen meditiert, kann dies ohne weiteres tun.

Mit der Zeit sollten sich die Gedanken und Emotionen beruhigen. Wenn auch weiterhin störende Gedanken auftauchen, sollten wir das ignorieren und uns nicht darum kümmern. Nach einer gewissen Zeit der Meditationspraxis werden die Gedanken immer weniger werden.

Nun gehen wir zu unserem laut oder in Gedanken gesprochenem Gebet über. Bevor wir zu beten beginnen, danken wir dem Schöpfer und den uns Nahestehenden für das, was wir an diesem Tag, in dieser Zeit und von Beginn unserer Existenz bis heute erfahren durften. Dies sollten wir, so wie wir es können, mit unseren eigenen Worten ausdrücken. Wir können unserer Dankbarkeit auch nur durch unser Gefühl Ausdruck verleihen und dies mit unserem Atem verbinden. Wir senden diese unsichtbaren Wellen der Dankbarkeit und der Liebe so wie wir sie unserem geliebten Kind senden würden, wenn wir es umarmen, so wie wir unseren Partner mit  Liebe umfangen, wenn wir ihn in den Armen halten und ihm mit unserem ganzen Körper sagen, dass wir ihn lieben. Dann holen wir ein paar Mal Atem, bis wir spüren, dass wir es von der Ebene unseres Herzens aus tun. Zudem versuchen wir, die Liebe, die wir zurückbekommen, zu spüren und aufzunehmen. Mit dem Einatmen nehmen wir Liebe auf und mit dem Ausatmen schicken wir so viel Dankbarkeit und Liebe, wie möglich, zum Schöpfer, zu den Menschen und zu allen Lebewesen und in den ganzen Kosmos. Und wir erlauben uns, dies alles zu spüren und wahrzunehmen. Wir atmen und lieben. Seien wir dankbar, voll Vertrauen und ruhig. Wenn wir merken, dass wir allen gedankt haben und schon spüren, dass wir uns lieben, wenden wir uns laut oder in Gedanken an einen Erzengel oder auch an eine Engelschar und bitten sie um die Erhörung unserer Bitten. Wir können diese Bitten auch vorher aufschreiben und das Blatt in den Händen halten, wenn wir den Engeln unsere Probleme übergeben, dabei bemühen wir uns die ganze Zeit, wahrzunehmen, was in uns und um uns herum geschieht. Nach der Meditation verbrennen wir das Blatt Papier und spülen die Asche mit Wasser fort.

Falls negative Gedanken oder Emotionen auftauchen, bemühen wir uns, sie von uns fernzuhalten, indem wir sie der Liebe überlassen. Wir sollten uns von solchen Gedanken nicht irritieren lassen, sondern unsere Aufmerksamkeit mehr auf das Verstehen des Ursprungs der Gedanken lenken. Erlauben wir ihnen, sich zu entfernen und sich in den Strömen der Liebe aufzulösen.

Dann konzentrieren wir uns auf den Empfang, auf das Hören und das Nachspüren auf der Ebene des Herzens. Um unsere Absicht zu stärken, können wir laut oder leise sagen: „ Ich höre Dich, Gott! Ich höre Euch, Ihr Engel!“ Wir bemühen uns nun, mit allen unseren Sinnen (den bekannten und den noch unerkannten) die auf uns einströmenden Signale und Informationen zu empfangen. Seien wir einfach aufmerksam. Wir stellen uns nichts vor, rufen keine Visionen herbei, wir verweilen einfach in dem Bewusstsein, dass wir uns der Liebe ganz überlassen haben, die uns durchströmt und weiß, was für uns am besten ist.

Diese Meditationen lehren uns, wie wir Probleme in der Liebe auflösen und loslassen. Sie lehren uns, dies in Ruhe, Vertrauen und in dem Bewusstsein zu tun, dass wir die Engel in unser Leben eingeladen haben, diese wunderbaren Göttlichen Wesen der Liebe.

In Gedanken können wir den Engeln auch Fragen stellen und versuchen, die Antwort wahrzunehmen, sei es auf der Ebene von Empfindungen, Gedanken oder auch Visionen. Sie wählen die Form der Kommunikation mit uns. Seien wir also offen und voll innerer Freude, freuen wir uns über diese intime Begegnung mit den Engeln.

Am Anfang sollte die Meditation nicht zu lang sein. Nach und nach können wir sie verlängern, aber es geht nicht darum, stundenlang zu meditieren, sondern darum, Inspiration und Kraft aus der Meditation zu schöpfen, um die Liebe im Alltag zu leben und auszustrahlen.

Wenn wir merken, dass das, was in der entsprechenden Meditation geschehen sollte, geschehen ist und wir gespürt, gehört, gesehen und verstanden haben, was wir verstehen sollten, danken wir Gott und den Engeln und bringen die Meditation in Ruhe zu Ende.

Das Ende der Meditation ist ein sehr günstiger Moment, um den telepathischen Kontakt in Form des Empfangs einer schriftlichen Botschaft weiterzuführen.

Eine andere Meditationsform mit den Engeln beruht darauf, sie an unserem gesamten Leben teilhaben zu lassen und so oft wie möglich, mit ihnen zu sprechen. Diese Form der Meditation basiert darauf, dass wir die ganze Zeit (den ganzen Tag) für  Antworten, Eingebungen und die Aktivität der Engel offen sind (durch aufmerksames Hören und Beobachten) und sie gleichzeitig um Hilfe und Unterstützung zugunsten der Allgemeinheit, der Erde, der Menschheit und des Universums bitten. Wenn ich z.B. im Gericht bin, rufe ich die Engel der Gerechtigkeit an; im Krankenhaus die Engel der Heilung und in der Küche die Engel der Ernährung. Wenn ich in den Himmel schaue und die Sterne sehe, bitte ich um Aussendung der Liebe überall dorthin, wo sie gebraucht wird. Man kann sich zu jeder Zeit, in jedem Moment, an jedem Ort und in jeder Situation an die Engel wenden, in allen Angelegenheiten und Aspekten des irdischen und kosmischen Lebens.

GEGENWART DER ENGEL

ENGEL Wunderbar,
ENGEL des Lichts –
Ihr Steht am Thron des Vaters
DEM EWIGEN LICHT.

Ihr Steigt Herab auf die Erde,
Seid Unter Uns – Volk unseres Herrn
Um die FREUDE zu Erneuern
Durch Eure GEGENWART.

Die LIEBE In Unseren Herzen –
Durch Eure Gegenwart,
Ruhe In Jedem Gedanken
Hat nun wieder Einzug Gehalten.

Heute Wird Unser Wollen
Zu LICHT –
Unsere Freudigen Taten
Sind Ausdruck unsrer Gedanken.

Freude und Große Leichtigkeit
Strömen in Oktaven Herab –
Musik Ist zu Hören:
Sanft Umhüllt Sie die Seele.

Die Sanftheit des Himmels
Bringt Uns in Erinnerung –
Was auf Erden Ist
Zur FREUDE der Herzen.

Die ENGEL des LICHTS

Tanzen Um die ERDE –
Sie Tanzen in Kreisen
Immer Größeren Kreisen.

Sie Tauchen Ein in die Welt der Materie,
Kommen in Unser Leben –
Sie Flüstern Uns Leise,
Vom Leben in BESTÄNDIGER FREUDE.

Ewa A. Bednarczyk
Warszawa, am 17.01.2007

Text und Bearbeitung Mariusz Brzoskowski, übersetzt von Stefanie Haesner